Auch Apple kocht nur mit Wasser

Ich verwende nun seit einigen Tagen des IPhone und langsam aber sicher zeigt sicht auch die eine oder andere Schwäche des IPhones. Vorläufig blende ich die Apple-Sperren noch als Schwachseite aus, weil dazu komme ich erst, wenn ich mich näher damit beschäftigt habe.

Eine der größten Schwächen des IPhones ist seine Akku-Laufzeit. Man kann sich aussuchen, ob der Akku ein paar Tage laufen soll (=alles an Dienst abschalten was möglich ist) oder mindestens einmal am Tag die Steckdose ruft.

Das IPhone ist was WLAN und Ortungsdienste betrifft eine wahre Stromschleuder. Ist WLAN eingeschaltet und ein WLAN-Hotspot eingebucht, wird innerhalb eines Tages 1/2 Akku nur dafür verbraucht.

Die Ortungsdienste sind an sich eine geniale Idee. Alle Funktionen die mit GPS in Zusammenhang stehen, sind somit innerhalb von Sekunden zur Verfügung. Ist gerade beim Navigieren ein Segen, auch Fotos werden ge“geotagged“ inkl. Kompassrichtung – so weiß ich jetzt endlich auf welcher Meereshöhe das Wickelregal meines Sohnes steht 😉

Ein weiteres geniales Feature ist, daß man dem IPhone sagen kann, dass man erinnert werden will, wenn man wo bestimmt ankommt oder wegfährt. So der Klassiker: Ich brauche eine spezielle Schraube, wenn ich das nächste mal im Bauhaus bin … genau das kann das IPhone: Es zeigt die richtige Erinnerung, wenn ich das nächste Mal dort einkaufen bin.

Allerdings genau diese Ortungsdienste kann man entweder ganz ein oder ganz ausschalten – das zwar je Applikation aber dennoch nur ein oder aus. Dass es aber eine bedeutend stromsparendere Funktion zur Ortsermittlung gäbe, nämlich die über den Sendemasten, was für einige Applikationen durchaus genügen würde, ist im Design leider nicht berücksichtigt.

Last not Least habe ich festgestellt, daß einige (fehlerhafte) Applikationen im Hintergrund weiterlaufen, auch wenn das IPhone abgeschaltet wird. Das merkt man dadurch, daß das IPhone sich wie ein Taschenwärmer verhält. Das Gehäuse erwärmt sich auf gefühlte 40 °C und nach gut einer 1/2 Stunde hat man die Hälfte des Akkus im wahrsten Sinne des Wortes „verbraten“

Leider läßt sich die schuldige Applikation nicht immer ausfindig machen, und so ist ein Kalt-Start oft die einzige Lösung, den noch restlichen Akku zu retten.

Für mich zeigt sich hier ganz klar, daß Apple auch nur mit dem sprichwörtlichen Wasser kocht wie allen anderen. Was hilft ein tolles Betriebssystem mit rigorosen Sperren aka AppStore, wenn dann die Applikationen dennoch das System gefühlt zum Abstürzen bringen (nichts geht mehr) oder den Akku in kürzester Zeit entleeren. Aufgrund der Apple vorgegebenen Sperren (es gibt keinen echten Taskmamanger) kann man auch nicht herausfinden, welche Applikation sich gerade 100 % der CPU genehmigt.

Leider fehlt mir hier ein vergleich zur Android Welt, um zu sagen, ob das von Apple besser oder schlechter gelöst ist als von Google, aber definitiv ist, daß auch das IPhone seine Probleme hat.

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