Legoland – bitte warten

Auf wiederholten Wunsch meines Großen und anlässlich seines nahen Geburtstages haben wir uns entschlossen, ihm heute seinen Wunsch zu erfüllen:

Einen Besuch im Legoland (bei Günzburg)

Sehr zeitig in der Früh haben wir uns am Weg gemacht, um die Öffnungszeiten (10-19 Uhr – Attraktionen nur bis 18 Uhr) auch wirklich optimal ausnützen zu können.

Alleine die Vorbereitung zum Beschaffen der Eintrittskarten ist eine kleine Wissenschaft für sich. Diese ist aber notwendig, da wir sonst für jeden von uns (egal ob Kind oder Erwachsener) ca. € 40,- alleine für den Eintritt zu zahlen hätten (also ca EUR 160,-) Onlinetickets sind etwas preiswerter, jedoch der Preisnachlass ist nur wirklich markant, wenn man mindestens 4 Tage im vorhinein reserviert … jeder der Kinder hat, weiß daß das keine Option ist, weil bei „Nichteintritt“ verfällt die Eintrittskarte.

Unser Großer hat jedoch in einem Legospielzeug-Katalog Gratiskarten für Kinder entdeckt (sofern ein vollzahlender Erwachsener dabei ist). Zusätzlich mit der Parkgebühr von EUR 6,- sind wir so unter EUR 100,- durchgekommen. So hat sich die Wartezeit von über 20 Minuten an der Kasse zumindest ausgezahlt.

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(vor den Kassen)

Das Park selber hat sich ziemlich verändert, seit wir das letzte Mal vor 10 Jahren dort waren:

  • der Park ist größer geworden
  • es sind einige Attraktionen dazugekommen
  • die Preise sind ziemlich gestiegen
  • der Fokus auf Lego in seiner Bausteinform ist etwas in den Hintergrund getreten.

Die Attraktionen selbst sind ganz lustig und grundsätzlich ist für viele Kinder-Altersgruppen etwas dabei, jedoch konnten wir nicht viele davon Nutzen – warum?

Naja um es kurz zu machen, der Park war – obwohl er wenn ich vom Parkplatzangebot ausgehe – weit weg von einer Vollauslastung, dennoch mussten wir für JEDE Attraktion zwischen 30 und 60 Minuten anstehen. Dies hat sogar dazu geführt, daß selbst unser Großer, in Anbetracht der zu erwartenden Anstelldauer, einige tolle Attraktionen nicht mehr fahren wollte. Sogar bei den Getränke- und Essenständen waren immer lange Schlangen davor vorzufinden, sod aß man selbst dort 30 Minuten in Kauf nehmen hätte müssen.

Der Park ist also als große Geduldsprobe für alle Beteiligten zu sehen, und in Anbetracht zu den Eintrittspreise eigentlich fast ärgerlich, wie wenige Attraktionen sich dann zeitlich ausgehen … dieses Problem dürfte dem Parkbesitzer (welcher nicht mehr die Firma Lego, sondern ein Zusammenschluss u.a. von Investmentfonds ist) auch schon aufgefallen sein – und man hat sich eine Lösung einfallen lassen:

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Der Expresspaß.

Dieser hätte je nach Ausstattung für uns 4 nochmal ca. EUR 200,- (zusätzlich zum Eintritt) gekostet … dann muss man sich nur noch virtuell bzw. gar nicht mehr anstellen, sondern ist sofort dran. Selbst wenn dieses Angebot nicht so viele nützen dürften – fühle ich mich durch die zynische Geldruckmasche – entschuldigung den Ausdruck: verarscht, weil statt das Problem zu lösen, versucht man noch mehr Geld damit zu machen.

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Kleines Detail noch am Rand: Eine Jahreskarte kostet nur ca. 19 EUR mehr wie eine Tageskarte … bei so einer Preisgestaltung vermute ich daß die Parkleitung sich schwer tut, Leute ein 2. Mal in den Park zu „locken“, weil sonst würden sie zweifelsohne mehr dafür verlangen

Also ganz ehrlich ich war vor 10 Jahren vom Legoland etwas enttäuscht nur meine Meinung hat sich verstärkt … der Park selber wäre noch OK jedoch, durch die massive Überfüllung des Parks macht es jedoch kaum Spaß, wenn man 80 % der Zeit nur anstehen muß, und dann die Attraktion selbst kaum 1-2 Minuten dauert.

Sorry aber ich denke es werden wieder viele Jahre vergehen, bis ich dem Legoland die nächste Chance einräumen werden (auch der Wunsch der Kinder ist nicht sonderlich groß) – unser Großer hat sogar gemeint, daß ihm der Bayernpark besser gefällt.

Nachtrag: Daß ich mit meiner Meinung nicht alleine bin, kann man auf Tripadvisor gut nachlesen … und auch die freundlichen aber leider nicht sehr aussagekräftigen Standardtextbausteinantworten der Parkleitung …

Legoland, Kritik

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