Hotel Cryston–leider hat es seine besten Zeit hinter sich

Ich habe lange Zeit überlegt, ob ich diesen Artikel überhaupt schreiben soll, aber wie ich jetzt die Urlaubsfotos durchsortiert habe von unserem letzten Wien Urlaub ist es in mir die Verärgerung wieder hochgekocht. Daher werde ich mal erzählen, was uns dort widerfahren ist:

Bereits im März habe ich für ein kleines Appartement (eigentlich 2 kleine Doppelbettzimmer die über einen Gang verbunden sind) im Hotel Cryston in Wien angefragt. Dabei habe ich konkret nach diesem Appartement nachgefragt, und auch ein entsprechendes Angebot bekommen, welches ich dann auch angenommen habe. Ein paar Jahre zuvor gab es mit der Reservierung Probleme … das wollte ich heuer vermeiden.

Als ich kurz vor der Anreise nochmals nachgefragt habe (Freitag ca. 13:00 Uhr), ob eh alles geklappt hätte, wurde nach einiger Zeit meine Reservierung gefunden, allerdings für ein ganz anderes 4 Bettzimmer. Als ich entgegnete, daß was anderes vereinbart wäre, wurde mir relativ barsch mitgeteilt, daß man da jetzt nichts machen könne, weil die Geschäftsleitung nicht anwesend ist, und man im übrigen jetzt andere Gäste zu betreuen hätte. Auf meine schriftliche Urgenz wurde dann das “Versehen” aufgeklärt, und ,mir wurde das gewünschte Apartment zugesagt. Also sind wir angereist.

Ich muß bevor ich weiter erzähle, vielleicht etwas über das Hotel Cryston erzählen: Bis vor wenigen Jahren war das Hotel im Besitz der Familie Gritsch von welcher wir immer sehr freundlich und zuvorkommend behandelt wurden. Nachdem wir über 10 Jahre dort jedes Jahr unseren Wienurlaub dort verbracht haben, haben wir uns wohl gefühlt … zwar ist das Hotel ein Wiener Altbau aber immer sauber und gepflegt … 
Vor ein paar Jahren (die Familie Gritsch dürfte in Pension gegangen sein) wurde das Hotel verkauft. Leider hat sich seither auch die komplette Kultur des Unternehmens geändert. Dies merkt man bereits, daß das gesamte Personal nur noch Deutsch mit mehr oder weniger starkem Akzent spricht. Auch die Geschäftsführerin oder wie sie sich lt. e-Mail Signatur nennt CEO, führt das Hotel meiner Wahrnehmung nach, äußerst Autoritär und niemand vom Personal kann ein Problem lösen, ohne mit Ihr Rücksprache zu halten. Natürlich kann mir so etwas als Kunde egal sein, aber wenn man das überall spürt, trägt das nicht zum Wohlfühlen bei.

Aber das haben wir ja bereits gewusst, allerdings was uns dann im Zimmer erwartet hat, darauf waren wir nicht vorbreitet:

Der Duschkabine hat auf der einen Seite einen 3 teilige Schiebewand quasi als Duschvorhang. Diese Teile waren so ausgerissen bzw. verkeilt und unten ausgehakt, daß man die Dusche nicht betreten konnte – nur mal laut gedacht: Wie putzt man sie dann? Die lila Striche auf der Duschwand (ich vermute von Lippenstift) waren auch nicht gerade erfreulich:

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Mein Sohn hätte genau an diesem Abend die Dusche benötigt, da er einen steifen Hals bekommen hatte, und warmes Wasser da sicher geholfen hätte.

Als ich dann auf die Toilette gehen wollte, ist mir kam mir der Türgriff entgegen:

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Die Elektro-Installation lässt auch etwas zu wünschen übrig:

 

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Zusätzlich haben wir dann im Schlafzimmer noch ein totes Insekt am Boden gefunden:

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Da es schon spät in der Nacht war, habe ich mich erst am nächsten Morgen beim Portier darüber beschwert. Er fragte mich ganz unverblümt, was er denn jetzt machen sollte. Ich habe ihm dann mitgeteilt, daß er Frau F. (Geschäftsleitung)  informieren könne, und ich gerne mit ihr sprechen möchte. Er meinte sie hätte jetzt keine Zeit, erst als ich ihm die Fotos am Handy gezeigt habe, hatte sie dann plötzlich doch Zeit für mich. Ich habe ihr die Fotos kurz gezeigt, und sie eingeladen doch mit mir ins Appartement zu schauen, damit ich ihr noch weitere Probleme aufzeigen könne. Ich habe Ihr bereits die Brücke gelegt, daß ich meinte, daß sie nicht alles wissen könne, ich Ihr aber die Chance geben möchte, es zu verbessern.

Ich habe Ihr dann im Zimmer die Probleme gezeigt (siehe Fotos oben) + folgende weitere Probleme:

  • Zimmertresor funktioniert nicht
  • an der Decke funktionieren nur 1/3 aller Lampen + man hört ständig das Zünden einer defekten Neonröhre
  • Staub auf Fensterbänken
  • Chlorgeruch beim Trinkwasser

Sie hat gemeint, daß die Haustechniker dann noch einiges zu erledigen hätten. Das ist auch wirklich geschehen, jedoch die Punkte Zimmertresor, Neonröhre an der Decke wurden bis zu unserer Abreise nicht erledigt (obwohl ich den Portier nochmals drauf hingewiesen habe) Mal abgesehen davon, wurden wir ab diesem Zeitpunkt von Frau F. mit ziemlicher Eiseskälte behandelt.

Normalerweise war das Frühstück im Hotel immer das erste Highlight des Tages … leider auch das hat sich geändert. Die Wurst/Schinken riechen und schmeckten nicht mehr frisch – ich kenne den Geruch von zu Hause … was ich dann mit der Feinkost mache, kann man sich sicher vorstellen. Das Semmerl waren zwar nicht alt, aber man konnte sie ohne zu bröseln schneiden. Auch der Kuchen ist die 3 x wo wir frühstücken gegangen sind sehr ähnlich, und wurde von Tag zu Tag trockener. Ich will nicht behaupten, daß das so ist, aber Frische so wie wir sie von früher kannten, sieht leider anders aus.

Das uns auch für unsere 2 Kinder der volle Frühstückspreise von € 9,50 verrechnet wurde (obwohl sie nur Müsli gegessen haben) sei dahingestellt.

Persönlich denke ich, daß wir das Hotel Cryston das letzte Mal besucht haben, weil abgesehen von diesen Problemen macht das gesamte Hotel, mittlerweile einen sehr abgewohnten Eindruck (hier Fotos aus dem Stiegenhaus):

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Zusammengerechnet haben wir so für die Nacht + Frühstück + Parkplatz € 166,- bezahlt … welche beim Checkin bezahlt werden mussten … dazu gebe ich jetzt keinen Kommentar ab, warum das wohl so sein könnte Falls noch wer die Meinungen von anderen Personen über das Hotel lesen möchte, darf ich an dieser Stelle auf die Hotelbewertung von Holiday Check verweisen:

https://www.holidaycheck.at/hi/hotel-cryston/8f4d4c67-59e2-3f53-8ba9-7aa1dd5182b7

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